Bonus BuyWas der Kauf kostetJetzt spielen

Bonus Buy Casino: was der Funktionskauf hier nicht darf

Der Ausdruck Bonus Buy meint einen Knopf, der gegen einen festen Betrag sofort in einen Spielabschnitt führt, auf den man sonst wartet. Dieser Betrag entspricht nicht einem Einsatz, sondern vielen. Genau daran scheitert die Sache in Deutschland: § 22a Abs. 7 des Glücksspielstaatsvertrags 2021 lässt je Spiel höchstens einen Euro zu, und ein Vorgang, der ein Vielfaches davon kostet, findet in dieser Grenze keinen Platz. Diese Startseite rechnet das vor, nennt die zwei weiteren Vorschriften, die in dieselbe Richtung wirken, und zeigt, wie Sie die Fassung vor sich in wenigen Minuten einordnen.

Was mit dem Begriff überhaupt gemeint ist

Hinter dem englischen Ausdruck steckt eine Bedienmöglichkeit im Spielfenster: ein zusätzlicher Knopf mit einem Preis daran. Wer ihn benutzt, zahlt diesen Preis und landet unmittelbar in einem Abschnitt, der sonst erst beginnt, wenn eine bestimmte Symbolkombination von selbst zustande kommt. Gekauft wird kein Ergebnis und kein Gewinn, sondern der Zugang zu einer Serie.

Wichtig ist der Unterschied zwischen Bedienfunktion und Anbietereigenschaft. Der Knopf gehört zu einer einzelnen Spielfassung, programmiert von demjenigen, der das Spiel hergestellt hat. Ob er auf Ihrem Schirm erscheint, hängt davon ab, welche Fassung ausgeliefert wird — und das wiederum hängt daran, welche Regeln für Ihren Standort gelten.

Im deutschsprachigen Raum kursieren für dieselbe Sache mehrere Bezeichnungen: Funktionskauf, Bonuskauf, Kauf der Freispiele. Gemeint ist jedes Mal derselbe Vorgang. Wir verwenden hier überwiegend das Wort Funktionskauf, weil es ohne Übersetzungsschleife beschreibt, worum es geht, und weil es den Preis nicht als Geschenk tarnt.

Diese Seite behandelt den Vorgang als Mechanik und als Rechtsfrage, nicht als Angebot. Wie der Ablauf im Einzelnen aussieht, steht unter Wie der Funktionskauf abläuft; wie sich der Preis zum Einsatz verhält, rechnet Einsatz und Kosten durch.

Die Rechnung, an der die Funktion scheitert

Bonus Buy Casino – der Kaufknopf im Spielfenster und der Abschnitt, in den er führt
Ein Knopf, ein fester Preis, ein sofortiger Eintritt in eine Serie: mehr beschreibt der Begriff nicht.

Nehmen wir eine reine Rechengröße, die zu keinem bestimmten Spiel gehört: ein Kauf kostet so viel wie achtzig gewöhnliche Runden. Diese Zahl steht hier allein zum Rechnen und ist keine Bedingung, die irgendwo so veröffentlicht wäre. Setzt man den Einsatz an die zulässige Obergrenze, kostet dieser eine Knopfdruck achtzig Euro.

Jetzt legen wir daneben, was der deutsche Rahmen je Spiel erlaubt: einen Euro. Der Abstand ist nicht eine Nachkommastelle, sondern ein Faktor von achtzig. Keine Auslegung und keine Einstellung im Konto bringt diese zwei Zahlen zur Deckung, weil die Grenze nicht als Durchschnitt über den Abend gedacht ist, sondern für den einzelnen Vorgang.

Man kann die Rechnung auch von hinten aufziehen. Damit ein Kauf zu achtzig Einsätzen innerhalb eines Euro bliebe, müsste ein einzelner Einsatz bei etwas mehr als einem Cent liegen. Eine solche Fassung wäre für den Hersteller sinnlos, denn der Reiz des Knopfes besteht gerade darin, viel auf einmal in Bewegung zu setzen.

Deshalb lautet die Antwort auf die Suchfrage nicht, man müsse den richtigen Anbieter finden. Sie lautet: in der Fassung, die in Deutschland erlaubt ist, hat dieser Vorgang keinen Raum. Das Säulenbild oben zeigt denselben Gedanken mit drei frei gewählten Preisen, und die Zahl in der Marke ist die einzige darin, die aus dem Gesetz stammt.

§ 22a Abs. 7 und die Reichweite dieser Grenze

Der Glücksspielstaatsvertrag 2021 regelt virtuelle Automatenspiele in § 22a. Absatz 7 bestimmt, dass der Einsatz je Spiel einen Euro nicht übersteigen darf, und räumt der Aufsicht die Befugnis ein, diesen Betrag zu ändern. Solange keine Änderung bekannt gemacht ist, gilt der Euro, und zwar für jede einzelne erlaubte Fassung.

Bezugsgröße ist das Spiel, nicht die Sitzung und nicht der Tag. Genau diese Bezugsgröße macht die Vorschrift für unser Thema so wirksam: sie fragt nicht, wie viel Sie an einem Abend bewegen, sondern wie viel in einem Vorgang stecken darf. Ein Knopf mit einem höheren Preis ist damit nicht knapp außerhalb, sondern grundsätzlich außerhalb.

Die Vorschrift spricht von Einsatz, nicht von Geldquelle. Ob Sie eigenes Guthaben verwenden oder ein zweckgebundenes Bonusguthaben, ändert an der Grenze nichts. Wer das übersieht, erwartet vom Bonusguthaben einen Freiraum, den es nicht gibt; dieser Punkt wird unter Funktionskauf mit Bonusguthaben auseinandergenommen.

Was Absatz 7 ausdrücklich nicht regelt, ist das Geld auf dem Weg zum Konto. Dafür gibt es eine eigene Vorschrift, nämlich das anbieterübergreifende Einzahlungslimit nach § 6c, im Regelfall tausend Euro im Monat über alle erlaubten Anbieter zusammen. Zwei verschiedene Grenzen, zwei verschiedene Bezugspunkte — Einzelheiten zur ersten stehen unter Die Grenze von einem Euro.

1 €Einsatz je Spiel nach Abs. 720 €Kauf zu 20 Einsätzen, angenommen50 €Kauf zu 50 Einsätzen, angenommen100 €Kauf zu 100 Einsätzen, angenommen
Frei gewählte Rechengrößen, die zu keinem bestimmten Angebot gehören: liegt der Einsatz an der Grenze von einem Euro, dann kostet ein Kauf von 20, 50 oder 100 Einsätzen genau diese Summe in einem einzigen Vorgang. Die Marke zeigt, was § 22a Abs. 7 je Spiel zulässt.

Der zweite Riegel: nichts für künftige Spiele ansparen

Bonus Buy Casino Rechenbeispiel – angenommener Kaufpreis in Einsätzen gegenüber der Grenze von einem Euro
Die Grenze gilt je Spiel. Ein Preis von vielen Einsätzen ist deshalb keine kleine Abweichung, sondern ein anderer Maßstab.

Selbst wenn man die Einsatzgrenze gedanklich beiseiteschiebt, steht eine weitere Vorschrift im Weg. Nach § 22a Abs. 8 ist es untersagt, Einsätze oder Gewinne für künftige Spiele anzusparen, und der Gewinn muss ein Vielfaches des Einsatzes sein, dessen Faktor vor Beginn des Spiels bekannt ist. Diese Regel trägt in der Praxis das Verbot von Jackpots.

Ein Funktionskauf ist, wirtschaftlich betrachtet, eine Vorauszahlung: ein Betrag heute für eine Reihe von Runden, die erst danach ablaufen. Das ist genau die Figur, die der Absatz ausschließt. Man zahlt nicht für den gegenwärtigen Vorgang, sondern legt Mittel für eine Serie an, die aus diesem Topf bedient wird.

Der Gedanke dahinter ist leicht nachzuvollziehen. Wo angespart wird, entsteht eine Spannung, die nicht aus dem einzelnen Spiel kommt, sondern aus der Summe davor. Der Vertrag will das einzelne Spiel für sich stehen lassen, mit einem bekannten Faktor und ohne aufgeladenen Vorrat im Hintergrund.

Daraus folgt eine Beobachtung, die bei der Prüfung hilft. Wo ein Zähler mitläuft, der sich über Runden füllt, und wo ein Knopf diesen Vorrat auf einmal einlöst oder auflädt, sehen Sie eine Fassung, die mit dieser Vorschrift nicht in Übereinstimmung zu bringen ist. Welche Spielweisen stattdessen übrig bleiben, listet Alternativen zum Kauf.

Was am Ort des Einsatzes sichtbar sein muss

Die dritte Vorschrift, die hier hineinspielt, betrifft die Information. § 22a Abs. 3 verlangt zufällige und für alle gleiche Gewinnaussichten, verfügbare und verständliche Spielregeln samt Gewinnplan sowie die Anzeige zweier Größen genau dort, wo der Einsatz geleistet wird: die Wahrscheinlichkeit des Höchstgewinns und die durchschnittliche Auszahlungsquote bezogen auf einen Euro Einsatz.

Diese Anzeigepflicht hat für unser Thema eine unbequeme Folge. Ein Spiel mit Kaufknopf hätte zwei Zugänge mit völlig verschiedenen Einsatzhöhen und damit zwei getrennt zu beziffernde Quoten. Beide müssten am jeweiligen Einsatzort stehen, und zwar so, dass niemand die eine Zahl für die andere hält.

In der Praxis sieht man diese doppelte Angabe selten, und daraus lässt sich etwas ableiten. Fehlt am Kaufknopf eine eigene Quotenangabe, ist entweder die Pflicht nicht erfüllt oder die Fassung gehört von Anfang an nicht in den erlaubten Markt. Beides ist für Sie dieselbe Information: hier gelten nicht die Regeln, von denen Sie ausgegangen sind.

Was eine durchschnittliche Quote überhaupt aussagt — und was nicht —, behandelt Die Quote beim Funktionskauf ausführlich. Vorweg nur dies: eine Durchschnittszahl beschreibt eine sehr lange Reihe und sagt über Ihre nächsten zehn Runden nichts, auch nicht über zehn gekaufte.

Warum der Knopf in keiner Verbotsliste steht

Bonus Buy Casino prüfen – Merkmale der in Deutschland erlaubten Fassung eines virtuellen Automatenspiels
Fünf sichtbare Merkmale verraten mehr über eine Fassung als jede Beschreibung auf einer Werbeseite.

Eine Erwartung führt oft in die Irre: dass es irgendwo eine amtliche Aufzählung verbotener Funktionen geben müsse, in der der Funktionskauf mit Namen auftaucht. Eine solche Liste braucht es nicht, und sie existiert in dieser Form auch nicht. Der Vertrag arbeitet nicht mit Namen von Spielfunktionen, sondern mit Eigenschaften, die ein erlaubtes Spiel haben muss.

Das ist der saubere Weg, und er ist auch der haltbarere. Wer einzelne Marketingbegriffe verbietet, hinkt jeder neuen Benennung hinterher. Wer dagegen die Einsatzhöhe, das Tempo, die Startbedingung und das Ansparen regelt, erfasst auch Funktionen, die noch keinen Namen haben.

Für die Einordnung heißt das: Sie suchen nicht nach einem Verbot, sondern prüfen eine Eigenschaft. Die Frage ist nie, ob diese Funktion auf einer Liste steht, sondern ob der Preis an diesem Knopf mit einem Euro je Spiel vereinbar ist. Ist er es nicht, erledigt sich die Frage ohne weitere Recherche.

Nebenbei räumt dieser Gedanke ein zweites Missverständnis aus. Dass eine Funktion anderswo angeboten wird, sagt über Deutschland nichts. Weitere verbreitete Fehlschlüsse sammelt Irrtümer zum Funktionskauf.

Die Erlaubnis wird für das Spiel erteilt, nicht für die Marke

Ein Punkt wird fast immer übersehen, und er erklärt vieles. Nach § 22a Abs. 1 bezieht sich die Erlaubnis auf das jeweilige virtuelle Automatenspiel. Nicht ein Anbieter wird im Ganzen freigegeben und darf dann alles anbieten, was er einkauft, sondern jede Spielfassung wird für sich geprüft und zugelassen.

Aus dieser Konstruktion folgt eine Situation, die zunächst verwirrt: derselbe Anbieter kann durchaus im erlaubten Rahmen arbeiten, und trotzdem fehlt eine bestimmte Spielfassung in seinem Angebot. Das ist kein Versehen und keine Zurückhaltung aus Vorsicht, sondern die unmittelbare Folge davon, dass für diese Fassung keine Erlaubnis vorliegt oder vorliegen kann.

Umgekehrt gilt genauso: Wird ein Spiel angeboten, das die Vorgaben erkennbar nicht einhält, dann ist dieses Angebot nicht erlaubt, ganz unabhängig davon, wie der Anbieter sich darstellt. Deshalb reicht es für Ihre Einordnung nicht, auf eine Marke oder ein Siegel im Fußbereich zu schauen; Sie müssen in das Spiel selbst hineinsehen.

Praktisch bedeutet das, dass Sie zwei Prüfungen führen und sie nicht verwechseln dürfen. Die erste richtet sich auf das Unternehmen und geht über das Verzeichnis der erlaubten Anbieter. Die zweite richtet sich auf die Fassung vor Ihnen und geht über die sichtbaren Merkmale aus § 22a. Erst beide zusammen ergeben ein Bild.

Woran Sie die erlaubte Fassung erkennen

Die Merkmale sind sichtbar, und man braucht dafür kein Fachwissen. Der Einsatz je Spiel endet bei einem Euro. Ein Spiel dauert im Mittel wenigstens fünf Sekunden und ist mit der Anzeige des Ergebnisses beendet. Ein neues Spiel beginnt erst, wenn Sie es ausdrücklich anfordern, und erst nachdem das vorige abgeschlossen ist.

Programme, die Runden selbsttätig aneinanderhängen, sind nach § 22a Abs. 4 untersagt; es gibt in der erlaubten Fassung also keinen Dauerlauf. Mehrere virtuelle Automatenspiele gleichzeitig zu bedienen ist nach Absatz 10 ausgeschlossen, und der Anbieter muss das technisch verhindern und darf auch nicht mehrere Spiele gleichzeitig zeigen.

Hinzu kommt eine Unterbrechung, die vielen zuerst als Fehler erscheint: Nach § 22a Abs. 9 geht es nach der Bestätigung eines Risikohinweises erst nach fünf Minuten weiter. Wer das kennt, wartet; wer es nicht kennt, hält die Seite für kaputt und wechselt im schlimmsten Fall zu einem Angebot ohne deutsche Erlaubnis.

Was ohne Kauf an derselben Stelle geschieht

Dass es keinen Knopf gibt, bedeutet nicht, dass es den Spielabschnitt nicht gibt. Freie Runden innerhalb eines Spiels sind ein gewöhnlicher Bestandteil des Gewinnplans; sie beginnen, wenn die dafür vorgesehene Kombination zustande kommt. Der Unterschied liegt allein im Zugang: Zufall statt Zahlung.

Diese Auslösebedingung steht in den Spielregeln, und nach Absatz 3 müssen diese verfügbar und verständlich sein. Sie können also nachlesen, was passieren muss, damit ein solcher Abschnitt beginnt, und was in ihm gilt. Das ist weniger spektakulär als ein Knopf, aber es ist nachprüfbar und kostet Sie keinen Cent.

Noch eine Beobachtung dazu, weil sie oft fehlt: ein solcher Abschnitt ist kein Zusatz oben auf das Spiel, sondern Teil derselben Rechnung. Die Aussichten, die der Gewinnplan beschreibt, enthalten ihn schon. Wer darauf wartet, wartet also nicht auf eine Ausnahme von der Regel, sondern auf einen Teil der Regel.

Lehrreich ist in diesem Zusammenhang der Demo-Betrieb. Dort können Sie den Ablauf eines Spiels in Ruhe ansehen, ohne Geld einzusetzen, und dabei vor allem den Gewinnplan lesen. Was ein solcher Blick zeigt und wo er in die Irre führt, erklärt Demo-Modus und Funktionskauf.

Bleibt ein ehrlicher Hinweis auf die Erwartung. Ein Abschnitt mit freien Runden ist kein eigener Automat mit besseren Aussichten, sondern ein Teil derselben Rechnung, die der Gewinnplan beschreibt. Wer darin eine Abkürzung sieht, hat die Logik des Zufalls bereits verlassen.

Was Listen „mit Funktionskauf“ wert sind

Im Netz finden Sie Aufzählungen von Anbietern, bei denen die Funktion angeblich verfügbar sei. Mit solchen Listen ist aus zwei Gründen nichts gewonnen. Erstens sagt eine Aufzählung nichts darüber, ob der genannte Anbieter in Deutschland tätig sein darf. Zweitens steht in ihr nie, welche Spielfassung an Ihrem Standort tatsächlich ausgeliefert wird.

Wir nennen hier bewusst keine Namen und behaupten über kein Unternehmen, es stelle diese Funktion bereit. Das wäre eine Aussage über laufende Vertragsbedingungen und über technische Auslieferung, und beides können wir nicht prüfen. Was wir prüfbar machen können, ist der Weg, auf dem Sie jeden Namen selbst einordnen.

Dieser Weg führt über das Impressum zum Firmennamen und mit diesem Firmennamen in das öffentliche Verzeichnis der in Deutschland erlaubten Anbieter. Gesucht wird nach dem Unternehmen, nicht nach der Marke, denn beides stimmt häufig nicht überein. Steht das Unternehmen dort nicht, ist die Frage nach einzelnen Spielfunktionen nachrangig.

Die Folgen eines Spiels außerhalb des erlaubten Rahmens sind keine Kleinigkeit. Wer sich an unerlaubtem Glücksspiel beteiligt, bewegt sich im Bereich einer Strafnorm, nämlich § 285 StGB. Zugleich haben Gerichte Spielern Verluste zugesprochen, weil ein Vertrag mit einem Anbieter ohne deutsche Erlaubnis nichtig sein kann; die Rechtsprechung ist uneinheitlich, einzelne Fragen liegen beim Bundesgerichtshof.

Warum der Kauf die Kasse schneller leert

Unabhängig von der Rechtslage lohnt der Blick auf die Arithmetik des Geldbeutels. Entscheidend für die Dauer eines Abends ist nicht die Höhe eines einzelnen Vorgangs, sondern die Anzahl der Vorgänge, die Ihr Guthaben hergibt. Teure Einzelvorgänge verringern diese Anzahl, und sie verringern sie drastisch.

Ein frei gewähltes Beispiel, nur zum Rechnen: hundert Euro Guthaben, Einsatz an der Obergrenze von einem Euro. Das sind hundert Runden. Angenommen, ein Kauf kostet fünfzig Einsätze, dann bleiben aus derselben Summe zwei Vorgänge. Hundert Versuche und zwei Versuche sind nicht zwei Spielweisen, sondern zwei völlig verschiedene Verläufe.

Mit sinkender Anzahl steigt die Schwankung. Bei zwei Versuchen ist jedes Ergebnis ein Ausschlag; bei hundert mitteln sich die Ausschläge ein Stück weit aus. Wer wenige teure Vorgänge wählt, kauft also nicht bessere Aussichten, sondern eine härtere Streuung — nach beiden Seiten, und mit demselben Erwartungswert im Hintergrund.

Dazu kommt die Zeit. Das Fünf-Sekunden-Gebot aus Absatz 6 bremst den erlaubten Betrieb; ein Kauf würde genau diese Bremse überspringen, weil er eine Serie in einem Zug anstößt. Die Zahlen und ihre Folgen für die eigene Kasse stehen unter Risiko und Bankroll.

Der Zahlungsweg verrät den Rahmen mit

Es gibt ein Erkennungsmerkmal, das viele vor dem ersten Spiel schon in der Hand halten, ohne es zu bemerken: die Auswahl der Zahlungswege. Dienstleister im Zahlungsverkehr dürfen an unerlaubtem Glücksspiel nicht mitwirken. Wer also Wege anbietet, ist darauf angewiesen, dass diese Dienstleister mitspielen — und die prüfen ihrerseits.

Daraus folgt eine Beobachtung, die Sie ohne Konto machen können. Wo bekannte und beaufsichtigte Wege fehlen und dafür ungewöhnliche Umwege angeboten werden, hat das selten etwas mit Bequemlichkeit zu tun. Es hat damit zu tun, dass die naheliegenden Wege nicht zur Verfügung stehen, und der Grund dafür liegt meist nicht beim Zahlungsdienst.

Umgekehrt ist eine abgelehnte Zahlung nicht immer ein Urteil über den Empfänger. Banken entscheiden nach eigenen Regeln, und eine Absage kann auch bei einem erlaubten Angebot vorkommen. Die Richtung des Schlusses ist also nur in einem Fall zwingend: fehlen die üblichen Wege vollständig, lohnt die Prüfung des Unternehmens umso mehr.

Für unser Thema ist das ein praktischer Zusatz. Wenn eine Seite den Funktionskauf bewirbt und gleichzeitig nur abseitige Zahlungswege kennt, stehen zwei Hinweise in dieselbe Richtung. Keiner davon ist ein Beweis, beide zusammen genügen aber, um vor der Einzahlung den Umweg über das Verzeichnis zu nehmen.

Was die Evaluierung offenlässt

Zum Schluss ein Punkt der Ehrlichkeit, weil darüber viel Unsinn zu lesen ist. Der Glücksspielstaatsvertrag 2021 durchläuft seine erste gesetzliche Evaluierung. Das ist ein vorgesehener Vorgang und keine Ankündigung einer bestimmten Änderung. Wie er ausgeht, welche Vorschriften bleiben und welche angepasst werden, steht nicht fest.

Für die Einsatzgrenze heißt das zweierlei. Erstens gilt bis zu einer bekannt gemachten Änderung der Betrag, der heute im Vertrag steht, und die Aufsicht ist ausdrücklich befugt, ihn zu ändern. Zweitens wäre jede Zahl, die wir für die Zeit nach der Evaluierung nennen würden, eine Vermutung — und Vermutungen stehen auf diesen Seiten nicht als Tatsachen.

Wer im Netz liest, der Funktionskauf komme bald oder sei bereits beschlossen, liest eine Behauptung ohne Quelle. Prüfen können Sie solche Sätze an einem einzigen Merkmal: wird eine Veröffentlichung genannt, die man nachlesen kann, oder nur ein Zeitpunkt in der Zukunft? Im zweiten Fall ist der Satz wertlos.

Bis dahin bleibt der Zustand, den diese Seite beschreibt. Das heißt nicht, dass das Thema uninteressant ist — es heißt, dass die interessanten Fragen die Mechanik und die Rechnung betreffen. Beides veraltet nicht, und beides hilft Ihnen unabhängig davon, was eine Evaluierung am Ende ergibt.

Fünf Minuten Prüfung, bevor Geld ins Spiel kommt

Der erste Schritt dauert eine Minute: Impressum aufrufen, Firmennamen notieren, diesen Namen im Verzeichnis der erlaubten Anbieter suchen. Nicht die Marke eingeben, sondern das Unternehmen. Finden Sie nichts, hören Sie hier auf; alles Weitere erübrigt sich dann.

Der zweite Schritt betrifft das Konto. Sichtbar sein muss ein anbieterübergreifendes Einzahlungslimit nach § 6c, im Regelfall tausend Euro monatlich, zusammengerechnet über alle erlaubten Anbieter und geführt über das länderübergreifende Aufsichtssystem LUGAS. Fehlt diese Anzeige vollständig, ist das ein deutliches Zeichen.

Der dritte Schritt gilt der Selbstsperre. Die Sperrdatei OASIS wird vom Regierungspräsidium Darmstadt geführt, sie ist nicht dasselbe wie LUGAS, und eine eingetragene Sperre wird frühestens nach drei Monaten und nur auf Antrag wieder aufgehoben. Ein erlaubtes Angebot muss diesen Weg bieten.

Der vierte Schritt ist der Blick ins Spiel selbst: Einsatzfeld, Zeitverhalten, fehlender Dauerlauf, Gewinnplan am Einsatzort. Der fünfte ist eine Haltung — achtzehn Jahre Mindestalter, und Glücksspiel kann abhängig machen. Kostenfrei und auf Wunsch ohne Namen berät die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung unter 0800 1 37 27 00; die ausführliche Prüfliste steht unter Anbieter prüfen.

Vorgaben des Glücksspielstaatsvertrags 2021 für virtuelle Automatenspiele und was jede einzelne für einen Funktionskauf bedeutet
VorgabeInhaltFolge für den Kauf
§ 22a Abs. 7Einsatz je Spiel höchstens ein EuroEin Preis von mehreren Einsätzen sprengt diese Grenze
§ 22a Abs. 8Ansparen von Einsätzen und Gewinnen untersagtEine Vorauszahlung für kommende Spiele fällt damit weg
§ 22a Abs. 3Gewinnplan und mittlere Quote dort, wo gesetzt wirdZwei Spielarten verlangten zwei getrennte Angaben
§ 22a Abs. 4Start nur auf ausdrückliche Anforderung des SpielersEine von selbst ablaufende Serie passt dazu nicht
§ 22a Abs. 6Im Mittel wenigstens fünf Sekunden je SpielDer Kauf nimmt die Bremse aus dem Zeitablauf heraus
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Redaktionell nachgekauft · Stand 29.10.2026. Rechtliche Angaben folgen dem Glücksspielstaatsvertrag 2021 und den Veröffentlichungen der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder. Angaben zu Angeboten einzelner Betreiber geben deren eigene Darstellung wieder.

Fragen zum Feature-Kauf

Gibt es in Deutschland Automatenspiele mit Funktionskauf?

In der Fassung, die hier erlaubt werden kann, ist dafür kein Platz. Der Einsatz je Spiel endet nach § 22a Abs. 7 bei einem Euro, und ein Kaufpreis von vielen Einsätzen überschreitet diese Grenze in einem einzigen Vorgang.

Steht der Funktionskauf irgendwo ausdrücklich als verboten?

Nein, und das muss er auch nicht. Der Vertrag regelt Eigenschaften eines erlaubten Spiels, etwa Einsatzhöhe, Tempo und Startbedingung, und nicht die Namen einzelner Spielfunktionen. Der Ausschluss ergibt sich aus diesen Eigenschaften.

Was kostet so ein Kauf eigentlich?

Der Preis wird als Vielfaches des gewählten Einsatzes angegeben, nicht als fester Eurobetrag. Konkrete Faktoren einzelner Spiele nennen wir nicht; in unseren Rechnungen stehen frei gewählte Zahlen, die ausdrücklich nur zum Rechnen dienen.

Ändert sich etwas, wenn ich Bonusguthaben verwende?

An der Einsatzgrenze nichts. Sie knüpft an das Spiel an und nicht an die Herkunft des Geldes. Zusätzlich kann die Herkunft eigene Bedingungen mitbringen, die Sie im Vertragstext des Anbieters nachlesen müssen.

Warum sehe ich den Knopf dann in Videos und Beschreibungen?

Weil dieselbe Spielmarke in unterschiedlichen Fassungen ausgeliefert wird und weil Aufnahmen aus anderen Rechtsräumen stammen können. Die deutsche Erlaubnis wird je Spielfassung erteilt und nicht pauschal für ein ganzes Angebot.

Hat ein gekaufter Abschnitt bessere Aussichten als der normale Ablauf?

Diese Frage lässt sich ohne Zahlen aus dem Gewinnplan nicht beantworten, und solche Zahlen nennen wir nicht. Fest steht nur: eine durchschnittliche Quote beschreibt eine sehr lange Reihe und nicht Ihre nächsten Runden.

Was hat das Verbot des Ansparens mit dem Kauf zu tun?

Ein Kauf ist eine Zahlung heute für Runden danach, also die Form, die § 22a Abs. 8 ausschließt. Der Gewinn soll ein Vielfaches des Einsatzes mit vorab bekanntem Faktor sein, ohne aufgeladenen Vorrat im Hintergrund.

Woran erkenne ich, dass ein Anbieter hier tätig sein darf?

Über das Impressum den Firmennamen ermitteln und mit diesem Namen das öffentliche Verzeichnis der erlaubten Anbieter durchsuchen. Die Marke taugt dafür nicht, weil Marke und Unternehmen oft auseinanderfallen.

Was droht beim Spiel bei einem Anbieter ohne deutsche Erlaubnis?

Für die Teilnahme an unerlaubtem Glücksspiel sieht das Strafgesetzbuch in § 285 eine Strafdrohung vor. Zugleich sind Verluste in Zivilverfahren schon zugesprochen worden, weil der Vertrag nichtig sein kann; die Rechtsprechung ist dabei nicht einheitlich, und einige Punkte sind noch beim Bundesgerichtshof anhängig.

An wen kann ich mich wenden, wenn mir das Spielen entgleitet?

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung berät kostenfrei und auf Wunsch anonym unter 0800 1 37 27 00. Eine Selbstsperre über OASIS führt das Regierungspräsidium Darmstadt; sie endet frühestens nach drei Monaten und nur auf Antrag.

Nachgekauft am 29.10.2026 · 18+ · Verantwortungsvolles Spielen